Auf "Polly-Tour" in Machtlos

Mein Name ist Martha Richardt und ich wollte mit meinen Enkelkindern mal etwas Besonderes unternehmen. Es ist Frühsommer. Das Wetter ist verlockend, die Landschaft auch. Raus und die Gegend erkunden, die frische Luft genießen, die Vögel singen hören. Ich dachte - warum nicht mal mit der Pferde-Kutsche oder einem Planwagen auf Tour gehen? Das wäre doch bestimmt ein Riesenspaß für uns alle.

Als wir dann nach Machtlos kamen, stand am Wanderparkplatz Ferienpark der Planwagen von Polly-Touren für einen zweistündigen Ausflug zum Ronshäuser See bereit. Zwei kräftige braune Pferde waren davor gespannt und warteten geduldig auf ihren Einsatz. Es waren Zara und Zarina und beide gehören zur Rasse der Rheinisch-Deutschen Kaltblüter. Natürlich wollten die Kinder erst einmal die Pferde streicheln, die sich das gerne gefallen ließen. Dann hieß es aufsitzen und los ging die Fahrt, zunächst vorbei an schönen Fachwerkhäusern und der malerischen kleinen Kirche des beschaulichen Dorfes Machtlos.

Wir fuhren weiter durch ein idyllisches Wiesental und ein Stück entlang des Erlebnispfades Steinbachtal. An den Spielstationen wurde Halt gemacht und die Kinder freuten sich über die Abwechslung. Dann tauchten wir in einen Wald ein und an einem kleinen Teich wieder auf. Dicht ging es am Wasser entlang. Nach der Umrundung des Teiches folgten wir einem romantischen Waldweg. Herrlich waren der würzige Geruch des Mischwaldes und die saubere Luft. Tief einatmen und genießen. Die Kutscherin, Sylvia Brehm, belustigt die Kinder unterwegs mit einem Ratequiz, bei dem es kleine Süßigkeiten zu gewinnen gab. Außerdem lagen Bücher und Spiele auf dem Wagen bereit, falls doch mal Langeweile aufkommen sollte. Aber die Bücher und Spiele fanden keine Beachtung, im Gegensatz zu dem Steinbach, der sich nun ganz dicht am Weg entlang schlängelte. Wir dachten alle „Jetzt aussteigen und die Füße in das klare, kühle Wasser halten, das wäre toll.“
 

An der Rinaldo-Eiche wechselten wir vom Wald zur Wiese. Hatte hier etwa der berühmte Räuberhauptmann Rinaldo Rinaldini sein Unwesen getrieben? Aber darauf fanden wir keine Antwort. Die nächste Station und Wendepunkt unserer Fahrt war der Ronshäuser See. Hier machten wir Pause. Die Kinder kaperten Boot „Beppo“ und testeten ihr Wissen beim Quiz rund um den See. Die Pferde wurden derweil im Schatten geparkt und bekamen frisches Wasser. Zufrieden und gestärkt wurde dann die Heimfahrt angetreten. Abwechselnd durften die Kinder auf dem Kutschbock mitfahren und fühlten sich wie die Könige. Kurz vor dem Ziel wurde es merklich ruhiger.

Die frische Luft, der Spaß, das sanfte Schaukeln wirkte doch sehr entspannend. Zufrieden kletterten wir alle am Ferienpark vom Wagen. So eine Polly-Tour sollte man doch öfters mal machen!

Ich wünsche auch Ihnen viel Freude bei so einem besonderen Erlebnis.
Ihre Martha Richardt